2017

LAURÉATS / GEFÖRDERTE PROJEKTE

- Uta Gebert / Numen Company, “Solace“
- Dorothée Munyaneza / Cie Kadidi, “Unwanted“
Shonen - eric minh cuong castaing, “Phoenix”
- Michael Laub / Laub Production GbR, “Fassbinder, Faust, and The Animists”
Eszter Salamon, “Monument 0.5 : The Valeska Gert Monument“
- Clément Layes / Public in Private, “The Eternal Return”
- lvana Müller / I'M'COMPANY, “Conversations...”
Familie Flöz, “Nest / Nid”
Arkadi Zaides, “Talos”
Aline Landreau / Météores, “Underneath”

Plus d´informations sur les projets et les calendriers des lauréats 2017 dans les prochains jours. 

Mehr Informationen über die 2017 geförderte Projekte (Projektbeschreibung, Agenda) demnächst. 


Uta Gebert/ Numen Company

"Solace"

 

Création/ Uraufführung

  • 16.03.2018 / Les Giboulées de la marionnette, CDN Strasbourg

  • 06.05.2018 / Schaubude, Berlin

Über Solace

Trost, Schutz, Halt, das sind die gegenwärtig wichtigen Themen, die in «Solace» angesprochen werden, erzählt in einer einzigartigen Beziehung zwischen einem Kind und merkwürdigen, rätselhaften Figuren. Unterschiedliche Zeitebenen treffen in separaten Räume aufeinander, Reminiszenzen und Flash-backs einer vergessenen Vergangenheit flackern auf, Bilder entstehen, verknüpft allein durch die Erinnerung.

Geprägt von einer originären, bildkünstlerischen Theatersprache, bringt die Darstellerin und Szenografin Uta Gebert einen zeitgenössischen Stil in eine Kunst ein, deren Verständnis noch immer von Tradition geprägt ist. Sie nutzt die Bühne als Raum für szenische Versuche und künstlerische Recherchen, ihre Kreativität wird inspiriert von einem hohen Maß an Intuition, schöpferischer Neugier und produktiver Spontanität.

Allein in dem Aufeinandertreffen einer Tänzerin und einer Puppe thematisiert sie das Anderssein, das Bedürfnis nach Trost. Und in dem wortlosen, gestischen Dialog zwischen dem Lebendigen und dem Objekt schwingt auch immer die Frage nach dem Verhältnis eines jeden von uns zu seiner eigenen Einsamkeit, seinem Alleinsein mit.

 

Sur Solace

  

Dans Solace, le réconfort, la consolation sont les thèmes hautement d’actualité abordés au travers d’une singulière relation entre un enfant et d’énigmatiques personnages. Différentes temporalités s’entrecroisent dans deux espaces scéniques distincts où réminiscences et flashback d’un passé oublié surgissent et reprennent vie en une juxtaposition d’images.

Singularisée par une approche plastique de son travail scénique, l’interprète et scénographe Uta Gebert apporte une touche résolument contemporaine à un art chargé de tradition. Elle fait de la scène un espace d’expérimentations et de recherches portées par l’intuition et la spontanéité du travail de plateau.

En abordant ici le besoin de l’autre et de réconfort à travers la rencontre d’une danseuse et d’une marionnette, elle parvient, par ce langage sans parole entre le vivant et l’objet, à questionner avec sensibilité le rapport à nos propres solitudes.

  


Dorothée Munyaneza / Cie Kadidi             

"Unwanted"

Création / Uraufführung

7. - 13. 07.2017 - Festival d´Avignon

Représentations / Vorstellungen

  • 18. - 19.07.2017 / Hellenic Festival (France Danse-Orient Express), Athen

  • 23 - 24.08.2017 / Festival Tanz im August, Berlin

  • 5.10.2017 / MESS Festival (FranceDanse Orient-Express), Sarajevo

  • 18. -21.10.2017 / Festival d´Automne, Paris

  • 25.-26.10.2017 / Bergen International Festival, Bergen, Norvège

  • 11.-12.11.2011 / Roma Europa, Roma  

Plus d´informations prochainement/ Demnächst mehr Informationen.

ÜBER UNWANTED

Zerstört von dieser Gräueltat, wurden manche Frauen schwanger von ihren Peinigern      Unerwünschte Kinder wurden geboren, eine lebendige Erinnerung an die Untaten die ihre Mütter überlebten.                                       Kinder, die von ihre Mütter, Familie und Gesellschaft verstoßen werden.

Unwanted

Wie kann man nach sowas tanzen?                Wie kann man jetzt tanzen?                            Wie singen?                                                       Wie sprechen?

Ich möchte über den Opfern der Kriegswaffe Vergewaltigung sprechen, über die Frauen, die täglich von Männern und von einigen Frauen vergewaltigt und geschlagen wurden, um sie somit zu dominieren, zu foltern, vom Leben zu entfremden, aus dem Land raus zu drängen, um sie zu terrorisieren, um sie zu töten und exterminieren -  auch/ sogar ihr Blut wird mit AIDS infiziert.                                                  Viele dieser Frauen leben heutzutage in Krisengebiete, wo diese Kriegswaffe immer noch auf und gegen sie gerichtet ist, und dort wo die Schuldigen weiterhin straflos und frei leben. Andere leben mit dieser Last weiter, mit den offenen Wunde die der Krieg hinterlassen hat, auch nach Jahren, ihre Körper bleiben zerstört, ehemalige Schlachtfelder des Kriegs.

Ich möchte über die Kinder der Opfer und Peiniger sprechen. Kinder, die die Schuld ihre Väter mit sich tragen müssen. Kinder, die beschuldigt werden am Leben zu sein. Kinder die kämpfen um zu überleben.                                       

Ich habe sie getroffen. Immer die gleiche Frage: Habt ihr euch selbst akzeptiert?

Schweigen ist für viele die Antwort; was sagen – und an wen? Warum sollte man sich um sie kümmern?

Manche haben mir ihre Schmerzen anvertraut: die Abwesenheit des Vaters, die Kindheit geprägt von Hass und Gewalt, aber manchmal auch Liebe, Tanz und Musik.

Wie kann man sich selbst akzeptieren wenn der eigene Vater die Familie der Mutter getötet hat? Wie kann man sich aufbauen wenn es keine Grundlage, keine Familie mehr gibt?

Diese geplagten Frauen und Kinder sind immer noch am Leben, trotz alle Schwierigkeiten die das ursprüngliche Verbrechen mit sich brachte, sie stehen noch, wie Bäume. Sie versuchen immer weiter, ihre Äste zum Himmel hinauf und ihre Wurzeln tief im Boden zu pflanzen.

Ich sehe ein schlichtes Gewand. Mit einem einfachen Design und einem edlen Stoff, robust und reißfest.

Ich sehe ein Gewand das von Frau zu Frau weitergegeben wird, ein Erbe, eine Geschichte die Mütter ihren Töchtern erzählen, damit niemand vergessen wird, weder die Frauen die es schon getragen haben, noch die die es bekommen haben.

Portland, 15 September 2016                   Dorothée Munyaneza

 

Sur Unwanted

Anéanties par le crime atroce certaines se sont retrouvées enceintes de leurs bourreaux             Des enfants non-voulus naquirent rappelant à leurs mères le crime qui les abattit.                                Des enfants reniés par leurs mères, leurs familles, la société

Unwanted

Comment danser après ?                                     Comment danser à présent ?                            Comment chanter ?                                         Comment parler ?

Je veux parler d’elles, qui ont vécu le viol comme arme de destruction massive, de ces femmes qui ont été violées et violentées quotidiennement par des hommes et les quelques femmes assoiffés de sexe et de pouvoir dans le but de les dominer, les expulser, les écarter de la vie, les torturer, les terroriser, les tuer, les exterminer – les envahir à jamais en leur contaminant le sang par le virus du sida.
Beaucoup de ces femmes, encore aujourd’hui, vivent dans des zones de conflit où cette arme est constamment braquée sur elles, et où les exécuteurs continuent de vivre impunis, d’autres vivent avec les séquelles de cette guerre qui persistent même les années passées, leurs corps étaient tels des champs de bataille.
Je veux parler d’eux, enfants de bourreaux et de victimes. Des enfants souvent visés pour le crime de leurs pères. Des enfants visés car leurs mères ont décidé de les laisser vivre. Des enfants qui se battent pour continuer à vivre.


Je les ai rencontrés. Toujours la même question : vous êtes-vous acceptés ?
Beaucoup préfèrent le silence – que dire, à qui, pourquoi diable se soucier d’elles ? Pourquoi diable se soucier d’eux ?


Certaines, dans la confiance partagent leur intimité bafouée; sans amour propre, comment aimer autrui, même s’il s’agit de la chair de sa chair ?
Certains m’ont confié leurs douleurs, l’absence du père, l’enfance pleine de violence et de haine, et parfois de l’amour, de la danse et de la musique.
Comment s’accepter quand le père a exterminé la famille de la mère ? Comment se construire à présent quand des deux côtés il n’y a plus de fondation, plus de famille ?
Ces femmes et ces enfants tourmentés qui sont encore vivants et qui malgré les épreuves qui suivirent et suivent encore le crime qui les a abattus, tiennent encore debout, tels des arbres, ils cherchent tant bien que mal à déployer leurs racines et leurs branches.
Je vois un habit sobre, épuré, dans une matière noble, fluide, robuste et résistant.
Je vois cet habit qui pourrait être passé de femme en femme, comme un héritage, une histoire qui se raconte de mère en fille, afin que celle qui l’a porté et celle qui l’a reçu ne soit pas oubliées.

Portland, 15 septembre 2016
Dorothée Munyaneza

 

 


Eric Minh Cuong Castaing/ Compagnie Shonen        

"Phoenix"

Résidence en mars 2017 à Beyrouth

Première/ Uraufführung

  • Frühling 2018

Über Phoenix

Die Choregraphie füllt den vollen Raum der Bühne aus. Phoenix vereint 4 Tänzer und schwebende unheimliche Avatars: die Dronen. Sie erinnern an ferngesteuerte Flugzeuge aus der Kindheit, als auch an todbringende Kriegsmaschinen.

Die Choregraphie vereint „modernen Tanz“ mit „Dabkeh“ (arabischer traditionneller Tanz) und hinterfragt die Beziehung zwischen Körper-Drone und das Szenenpotential der letzteren, um die Esthetik, der gefühlslosen und traumatischen Bilder, die sie erfassen, umzuwandeln.

Diese panoptische Betrachtungsart wird auf den Bühnenboden projiziert.  Die Tänzer zerstören diese Bilder, in dem sie das Bild der anderen Tänzer mit ihrem eigenen Körper und im eigenen Raum darstellen. Am Ende geht der Bildschirm wie ein Fenster, das ich der Welt öffnet, auf. Die Webcam einer Outdoor-Drone zeigt live Bilder von Flüchtlingen aus dem Flüchtlingscamp im Libanon. Diese rufen uns an, übermittel uns ihre Gesänge und Tänze.

Unser Phoenix ist kollektiv!

Sur Phoenix

Chorégraphie spatiale explorant le volume de la scène, Phoenix rassemble quatre danseurs et des avatars aériens à la présence trouble : des drones robotiques, qui évoquent aussi bien les avions téléguidés de notre enfance que les machines meurtrières de nos guerres actuelles.

La chorégraphie, métissant danse contemporaine et Dabkeh (une danse traditionnelle arabe) interroge la relation corps-drone et le potentiel scénique des drones pour détourner l’esthétique désincarnée et traumatique des images qu’ils capturent, point de vue panoptique reprojeté au plateau.

Les danseurs interviennent alors pour les déconstruire, réincarnant dans leurs propres corps et traduisant dans leur propre espace l’image de la danse des autres. Puis l’écran s’ouvre telle une fenêtre sur le monde : la webcam d’un drone hors-champ donne à voir, en temps réel, les habitants d’un camp de réfugiés au Liban, qui nous parlent, nous transmettent leurs chants et leurs danses.

Notre Phoenix sera collectif.